In jüngster Zeit können die wichtigsten Bedürfnisse und Herausforderungen im Zusammenhang mit den Governance-Systemen im Donauraum mit dem Abbau der institutionellen Kapazitäten der öffentlichen Hand verbunden werden, um einen partizipativen Ansatz in Entscheidungsprozesse zu integrieren. Das Fehlen von partizipatorischen Mechanismen trägt dazu bei, dass die Menschen weniger motiviert sind, sich an Governance und Verwaltung zu beteiligen, weil sie sich von politischen, sozialen und wirtschaftlichen Agenden abgesetzt fühlen und nicht kompetent genug sind, um als gleichwertiges Gegenstück und eine beträchtliche Triebkraft des „Wechsels“ zu agieren. Die Kluft zwischen Bürgern und Behörden auf allen Ebenen nimmt zu und führt zu einem verstärkten Misstrauen und mangelnder Beteiligung der Öffentlichkeit, insbesondere in den am stärksten benachteiligten Gemeinschaften, die von Ausgrenzung bedroht sind, wie arme, arbeitslose, obdachlose, Roma-Gemeinschaften, ältere Menschen, Frauen und Jugendliche. Die wachsenden sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten spiegeln sich in der verminderten Qualität des städtischen Lebens wider. Um diese Herausforderungen zu meistern, möchte das Projekt AgriGo4Cities die partizipative städtische und peri-urbane Landwirtschaft (UPA) als leistungsfähige und aufkommende Methode zur Verbesserung der öffentlichen institutionellen Kapazitäten einsetzen, um die sozioökonomische Ausgrenzung gefährdeter/marginalisierter Gruppen zu bekämpfen und eine nachhaltige Stadtentwicklung im Donauraum anzuregen. Zu diesem Zweck zielen die Projekte darauf ab, innovative Methoden der partizipativen Planung zu entwickeln und in Entscheidungsprozesse zu integrieren. Die Methodik wird die Kapazitäten der öffentlichen Verwalter verbessern, um relevante Interessenträger und die Zivilgesellschaft in die Governance und die Beteiligung der Öffentlichkeit einzubinden. Eine verstärkte Zusammenarbeit wird das gegenseitige Vertrauen stärken und die sozioökonomische Inklusion gefährdeter/marginalisierter Gruppen fördern. Der Abbau sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheiten wird zu einer nachhaltigeren Entwicklung benachteiligter Nachbarschaften führen. Durch die Anwendung eines transnationalen Multi-Level-Ansatzes soll das Projekt AgriGo4Cities zu einem Flaggschiff des gut regierten Donauraums werden.