Das Projekt umfasst die Modernisierung und Erweiterung des Umspannwerks Kočín in der Tschechischen Republik. Dies wird seine Übertragungs- und Verbindungskapazität stärken und seine technischen Parameter verbessern, um einen zuverlässigen Betrieb auch unter extremen Bedingungen zu gewährleisten. Dies soll die Energieversorgungssicherheit im Fernleitungsnetz des Landes erhöhen. Als Teil des vorrangigen Korridors Nord-Süd-Stromverbindungsleitungen in Mittelost- und Südeuropa (NSI Ost-Strom) ist das Umspannwerk Kočín ein wichtiger Knotenpunkt im tschechischen Übertragungsnetz und hat den Status eines Vorhabens von gemeinsamem Interesse (Cluster 3.11 in der Verordnung (EU) 2018/540 der Kommission). Es dient hauptsächlich Südböhmen, ist aber auch an fünf 400-kV-Freileitungen angeschlossen, die die Stromabfuhr für die Verbraucher in Mittel- und Westböhmen und Mähren erleichtern und den Austausch von Nord-Süd- und Ost-West-Stromflüssen gewährleisten. Das Kernkraftwerk Temelín ist an das Umspannwerk Kočín angeschlossen. Die Ziele des Projekts sind eng mit denen des Nord-Süd-Verbindungsprogramms verknüpft, das unter anderem die Erhöhung der Netzkapazität zur Gewährleistung der Energieversorgungssicherheit und die Erzeugung intermittierender erneuerbarer Energien, hauptsächlich aus Windkraft, von Norddeutschland in Richtung Österreich und der Slowakei umfasst. Das Verbundprogramm, das zwischen 2017 und 2034 durchgeführt werden soll, ist im 10-jährigen Netzentwicklungsplan des Europäischen Netzes der Übertragungsnetzbetreiber für Elektrizität enthalten. Weitere Ziele des aktuellen Projekts sind die Verbesserung der Zuverlässigkeit der Energieübertragung und -umwandlung im Umspannwerk Kočín durch den Austausch alter und minderwertiger Ausrüstung sowie die Verbesserung der Versorgung durch die Verbesserung der Anbindung an bestehende und potenziell große Energiequellen in der Region.